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inspirierende Menschen

Fabia Bausch, Ex-Investment Bankerin – Mitgründerin der Safari Lodge „Chem Chem“ in Tanzania

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Fabia Bausch
Ex-Investment Bankerin – Mitgründerin der Safari Lodge „Chem Chem“ in Tanzania

Fabia Bausch leitet zusammen mit Ihrem Lebenspartner Nicholas Negre die Safari Lodge „Chem Chem“ (www.chemchemsafari.com) in Tanzania seit 2013. Mit ihrer Arbeit in diesem Wildschutzgebiet, das sie von Grund auf aufgebaut haben, zeigen sie in erster Linie ihre Liebe und Passion dem kostbaren Wildleben und geliebten Afrika gegenüber. Sie realisieren damit ein philanthropisches Projekt mit dem Ziel, die Natur zum Überleben zu verhelfen. Dazu bieten sie eine Unterkunft für diejenigen Menschen, die Afrika aus dem Blickwinkel kennen lernen möchten, die der Schönheit, der Natur und der Zeit keine Grenzen setzt.

Ich kenne Fabia Bausch aus der Zeit meiner HR Karriere im Finanzumfeld. Sie war damals eine passionierte Investment Bankerin und hatte in dem von Männern dominierten Umfeld grossen Erfolg mit Ihrem Fokus, Fleiss und ihrer Disziplin. Als ich sie vor einer Weile via Linkedin wieder „entdeckte“, war ich sehr imponiert durch ihren neuen Weg und ihre neue Berufung.

Wie kam es dazu? Fabia Bausch hatte genug von ihrem Leben in der Finanzindustrie. Sie empfand das Leben nur auf materialistischer Ebene beschränkt langweilig. „Das Leben musst Du leben und kannst es nicht kaufen.“ Somit hat sie angefangen, sich mit Ihrer Zukunft zu beschäftigen. Heute führt sie zusammen mit ihrem Lebenspartner das Wildschutzgebiet und die Lodge mit 140 Angestellten.

Ich freue mich sehr, mein Gespräch mit Fabia Bausch in der Reihe „inspirierende Menschen“ mit Ihnen zu teilen: eine Natur verbundene Inspiration aus Tanzania. An dieser Stelle danke ich Fabia Bausch ganz herzlich für das Gespräch und wünsche ihr weiterhin gutes Gelingen mit ihrem „Projekt“.

Wie würde Dich der Mensch, der Dich gut kennt mit wenigen Worten beschreiben?
Mittelmass kommt für mich nicht in Frage. Selbständig, ehrlich, spontan, rücksichtsvoll, abenteuerlich.

Was ist für Dich mutig?
Ehrlich mit und zu sich selbst zu sein. Alles hat einen Preis im Leben.
Man muss nur wissen für was man, welchen Preis zu zahlen bereit ist. Mut ist die Energie, die uns hilft über unsere Grenzen hinaus zu gehen. So sehe ich Mut im generellen. Mut ist für mich aber auch oft etwas ganz leises und zartes, das ich gar nicht bewusst wahr nehme. Etwas, das mich immer still und fürsorglich durch mein Leben begleitet. Und dann gibt es den offensichtlichen Mut, wenn man sich entscheidet, den Everest zu besteigen usw.

Wann hast Du Dich das letzte Mal einer Herausforderung gestellt, wobei Du wirklich Mut gebraucht hast? 
Mut – ich denke bedeutet auch Vertrauen in sich selbst zu haben und zu wissen, dass man auf dem richtigen Weg ist, und dass es immer Lösungen gibt – manchmal aber ganz andere, als man sich gedacht hat. Es braucht Mut, um aus 20 Metern ins Wasser zu springen und es braucht Mut, aus einem alten Muster auszusteigen. Das sind unterschiedliche Emotionen. Ich brauchte Mut und war mir dessen auch bewusst, den Schritt aus dem Finanzumfeld ins Ungewisse zu machen. Und ich denke seit ich in Afrika lebe, brauche ich viel Mut, um an meinen Weg zu glauben und immer weiter zugehen – da kommen Aufgaben auf mich zu, mit denen ich nie gerechnet habe – doch daran wächst man.

Wie läuft es ab für Dich? Wie gehst Du vor in solchen Situationen?
Oft passiert das ja intuitiv, und manchmal ist es auch ganz gut, etwas naiv im positiven Sinne zu sein. Sicherlich muss ich das Pro und Kontra abwägen – doch meistens weiss ich zu innerst genau, was ich zu tun habe. An sich glauben, das ist das, was Angst macht.

Was für einen Rat , Gedanken oder eine Inspiration würdest Du Menschen in einer ähnlichen Situation mitgeben?
Nicht daran zu denken, was man verlieren kann, sondern was man alles gewinnen kann – an sich zu glauben und zu wissen, dass das Leben es gut mit einem meint.

 

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